Römermuseum Osterburken
Im Römermuseum Osterburken siehst du, wie Menschen vor rund 1.800 Jahren an der römischen Grenze lebten. Die Funde stammen aus Osterburken und dem nordbadischen Limesgebiet, darunter der Mithras-Altar aus Osterburken und die Statuengruppe von der Schneidershecke. Das Haus ist ein Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und Vermittlungsort am UNESCO-Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes. Was dich im Museum erwartet Die Ausstellung verteilt sich auf vier Abteilungen und drei Etagen. Es geht um römische Religion, um das Leben der Römer am Limes und ihr Verhältnis zu den Germanen sowie im Untergeschoss um die Methoden der Archäologie. Besonders anschaulich ist der Schutzbau über dem römischen Badegebäude. Hier siehst du die originalen Befunde des Bades, daneben ist der Weihebezirk der Beneficiarier nachgebaut. Zu den seltenen Funden gehören römische Schuhe, die sich in den Ablagerungen der Kirnau erhalten haben. Weil Ausstellung und Bad unter Dach liegen, passt der Besuch auch an Regentagen. Zur Pause gibt es einen Innenhof und das Römercafé mit Kaltgetränken, Snacks sowie Kaffee und Kuchen. Im Museumsshop findest du Fachliteratur, populärwissenschaftliche Bücher und Repliken römischer Münzen. Kastell und Limesturm: die Römer im Gelände Nur rund 300 Meter vom Museum entfernt liegt das Kastell Osterburken in einer frei zugänglichen Parkanlage. Die konservierten Mauern und Gräben des zwischen 1892 und 1910 freigelegten Annexkastells zeigen, wie groß die Wehranlage war. Über den Grundmauern des Tores zeichnet ein 14 Meter hoher Stahlrahmen die Umrisse des antiken Baus nach, und ein Archäoskop ergänzt das Tor im Blick zu einer farbigen Fassade. Etwa einen Kilometer südlich der Stadt steht auf der Höhe ein begehbarer Nachbau eines Wachtturms mit einem Stück Limesmauer. Er zeigt den Ausbauzustand der Grenze im 3. Jahrhundert n. Chr., und von der Aussichtsplattform reicht der Blick weit nach Norden über das Bauland. Im Wald nördlich und südlich von Osterburken ist der Limeswall auf etwa 1.000 Metern erhalten, an zwei Stellen mit konservierten Grundmauern von Wachttürmen. Öffnungszeiten, Eintritt und Führungen Das Museum ist dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet, während der Sommerzeit bis 18 Uhr. Montags ist geschlossen, außer an Feiertagen. Zu bleibt das Haus außerdem am 24., 25. und 26. Dezember sowie an Silvester und Neujahr. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 2 Euro, die Familienkarte 10 Euro. Ermäßigt zahlen Schüler, Studierende und Menschen mit Behinderung mit Ausweis, Gruppen ab zehn Personen zahlen 3 Euro pro Person. Kommst du mit einem gültigen VRN-Tages-Ticket, Baden-Württemberg-Ticket oder Deutschlandticket, gibt es 1 Euro Ermäßigung. Als Richtwert für die Zeitplanung helfen die Führungen: Museum und Bad brauchen etwa anderthalb Stunden, mit dem Kastell sind es rund zwei, mit dem Limesturm rund drei Stunden. Führungen für Gruppen und Programme für Schulklassen meldest du telefonisch unter 06291 415266 an. Barrierefreiheit Das Museum ist komplett barrierefrei zugänglich. Ein rollstuhlgerechter Aufzug und eine barrierefreie Toilette sind vorhanden. Das Außengelände des Kastells ist teilweise rollstuhlgeeignet. Anfahrt und Parken Das Museum liegt in der Stadtmitte an der Römerstraße 4. Mit dem Auto erreichst du Osterburken über die A 81, Anschlussstelle Osterburken, oder über die B 292. In der Umgebung des Museums gibt es mehrere Parkmöglichkeiten. Öffentliche Parkplätze findest du unter anderem im Parkhaus in der Turmstraße neben der Alten Schule, an der Baulandhalle und unter der Beneficiarier-Brücke in der Seedammstraße. Direkt vor dem Rathaus darfst du nur zeitlich begrenzt parken. Mit der Bahn ist Osterburken gut erreichbar: Die Stadt liegt an den Strecken von Stuttgart und von Mannheim nach Würzburg und ist Endpunkt der S-Bahn Rhein-Neckar. Vom Bahnhof gehst du etwa fünf bis sechs Minuten zu Fuß zum Museum. Der Limes in Zahlen Der Obergermanisch-Raetische Limes ist rund 550 Kilometer lang und hatte etwa 900 Wachttürme und 120 Kastelle. Am 15. Juli 2005 wurde er in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. In Osterburken liegen Museum, Kastell und Limesturm so nah beieinander, dass sich alle drei gut an einem Tag verbinden lassen.




