Der Odenwald ist ein rund 2.500 km² großes Mittelgebirge im Dreiländereck Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Er ist bekannt für seine dichten Wälder, historischen Burgen, malerischen Fachwerkstädte und vielfältigen Wanderwege. Mit über 20 Burgen und Schlössern, dem UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Lorsch und Naturwundern wie dem Felsenmeer gehört der Odenwald zu den beliebtesten Ausflugsregionen Deutschlands.
Wichtige Fakten
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Fläche | ca. 2.500 km² (Geopark: 3.800 km²) |
| Höchster Punkt | Katzenbuckel (626 m) — erloschener Vulkan |
| Bundesländer | Hessen, Baden-Württemberg, Bayern |
| Einwohner | ca. 500.000 (Region) |
| UNESCO-Auszeichnungen | Kloster Lorsch, Global Geopark (seit 2015) |
| Erdgeschichte | über 500 Millionen Jahre |
| Bekannte Wanderwege | Nibelungensteig, Neckarsteig, Alemannenweg |
| Burgen & Schlösser | über 20 |
Was ist der Odenwald?
Der Odenwald ist ein Mittelgebirge in Süddeutschland, das sich über Teile von Hessen, Baden-Württemberg und Bayern erstreckt. Die Region wird im Westen von der Bergstraße, im Süden vom Neckar und im Osten vom Bauland begrenzt. Seit 2015 ist er als UNESCO Global Geopark Bergstraße-Odenwald anerkannt und bewahrt auf einer Fläche von rund 3.800 km² ein Archiv von über 500 Millionen Jahren Erdgeschichte.
Geologisch unterscheidet man den Kristallinen Odenwald im Westen (Granite und Gneise, sichtbar am Felsenmeer) und den Sandstein-Odenwald im Osten (Buntsandstein der Triaszeit mit tief eingeschnittenen Tälern). Der Katzenbuckel (626 m), höchster Punkt der Region, ist der Schlot eines vor 70 Millionen Jahren erloschenen Vulkans. Der Name "Odenwald" leitet sich vermutlich vom althochdeutschen "Odin" oder "ode" (öde Wildnis) ab.
Warum den Odenwald besuchen?
Der Odenwald vereint auf einzigartige Weise Natur, Kultur und Geschichte. Wanderer finden über 10.000 km markierte Wanderwege — vom leichten Familienspaziergang bis zur anspruchsvollen Fernwanderung. Kulturinteressierte entdecken mittelalterliche Burgruinen, liebevoll restaurierte Fachwerkstädte wie Michelstadt und Erbach, und das UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Lorsch.
Besonders für Familien bietet der Odenwald zahlreiche Erlebnisse: Das Felsenmeer im Lautertal, die Eberstadter Tropfsteinhöhle, der Englische Garten Eulbach mit Wisentgehege oder die märchenhafte Obrunnschlucht sind nur einige der vielen Ausflugsziele, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern.
Die wichtigsten Regionen im Überblick
Der Odenwald gliedert sich in mehrere charakteristische Teilregionen. Der Vordere Odenwald an der Bergstraße ist für sein mildes Klima und den Weinanbau bekannt — hier wachsen sogar Mandelbäume. Der Hintere Odenwald mit seinen höheren Bergen und dichteren Wäldern ist das Herz der Region und ideales Wandergebiet.
Das Neckartal im Süden beeindruckt mit seinen steilen Hängen und der berühmten Vierburgenstadt Neckarsteinach. Im Osten bildet das Bauland den Übergang zur Hohenloher Ebene, wo sich Walldürn als bedeutender Wallfahrtsort einen Namen gemacht hat.
Häufige Fehler bei der Planung
Viele Besucher unterschätzen die Größe des Odenwalds. Eine Tagestour reicht nicht aus, um die gesamte Region zu erkunden — planen Sie mindestens ein Wochenende ein. Außerdem sollte man im Voraus prüfen, ob Sehenswürdigkeiten wie die Eberstadter Tropfsteinhöhle geöffnet haben, da viele Attraktionen saisonabhängige Öffnungszeiten haben.
Für Wanderungen empfiehlt sich festes Schuhwerk, auch auf vermeintlich einfachen Wegen. Besonders die Margarethenschlucht am Neckarsteig erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.